/

Auch ins kleinste Auenland passt eine Hobbithöhle...

 

Wie bauen eine Hobbithöhle...oder ist es doch nur eine Gartenhütte?

Als wir uns im Frühjahr des Jahres 2011 des 3. Zeitalters entschlossen durch den Erwerb eines Häuschens dauerhaft nieder zu lassen, entsprang meiner Fantasie sofort der Gedanke wie ich unser künftiges Eigenheim etwas von der viel gerühmten hobbitmäßigen Gemütlichkeit angedeihen lassen konnte... Mein Urpsungsplan, am besten gleich ein Hobbit-Wohnhaus zu bauen, aus Lehm und mit Strohwänden usw., scheiterte am Kostenvoranschlag einer ortsansässigen Baufirma, welches das Hobbit-Haus ohne Nebengebäude mit 380.000 Silberlingen veranschlagte...Von den Schwierigkeiten hierzulande ein Lehm- und Strohballenhaus genhemigt zu bekommen einmal ganz abgesehen...Nachdem dieser erste Traum erstmal geplatzt war, musste es doch zumindest möglich sein ein herkömmliches Anwesen entsprechend umzubauen und herzurichten. Und tatsächlich, nach kurzer Zeit spielte uns das Schicksal in die Karten und wir fanden unser jetziges Häuschen im regionalen Blättchen für einigermaßen erschwingliches Geld und noch dazu mit einem so breiten Eingang, dass man später die Tür durch eine runde Hobbittür ersetzen konnte.

Aber zunächst einmal galt es ein Gartenhäschen zu bauen, um dort all die vielen Dinge unter zu bringen die man eben so im Garten und für unsere Kaninchen brauchte. Apropos Kaninchen. Diese brauchten natürlich als allererstes einmal ein Gehege, bevor wir in das neu erworbene Anwesen umziehen konnten. Also wurde kurzerhand ein 3x4m großes Aussengehege in der letzten Ecke unseres Gartens errichtet. An dieses anschließen sollte dann die Hobbit-Gartenhütte in dem die Kaninchen ein abgetrenntes Abteil bekommen sollten in das sie sich bei allzu großer Kälte zurück ziehen konnten. Und so begann ich damit ein Loch  auszuheben in das ich ein Fundament gießen konnte...



 








Angefüllt mit grobem Kies...











...und Zement fanden nach einer 2-wöchigen Trockenpause die ersten Balken ihren Platz als Grundgerüst der Hobbithütte.

Zwischen dem Kies und Beton wurde eine Folie eingezogen um Nässe von unten zu verhindern. Diese wurde auf der linken Seite etwas länger gelassen.

Dazu später mehr...





















Damit man fortan einigermaßen im Trockenen arbeiten konnte, war als nächstes das Dach an der Reihe. Es sollte ja ein Gründach werden, also mussten entsprechende Unterbauvorbereitungen mit eingeplant werden.











Nachdem also dicke Rauspundbretter als Basis aufgeschraubt wurden, kam zunächst eine Lage Dachpappe oben drauf. Nur erstmal als Schutz für das Holz bis die Hütte soweit fertig sein würde und das Gründach abschließend aufgebracht würde.

Als nächste musste die runde Tür gebaut werden, damit diese eingepasst und das Mauerwerk drumrum gebaut werden konnte.

Auch hierzu wurden Rauspundbretter genutzt und die Form mit einem selbstgebasteltem Zirkel angezeichnet.




















Zugeschnitten und eingepasst, schon "steht" die Türe...











...und es konnte angefangen werden die Wände mit großen Blockziegeln hochzuziehen. Der Türrahmen wurde mit roten Klinker-ziegeln um die Tür gemauert. Ausserdem wurde das länger gelassene Stück Folie hochgeklappt und befestigt. Hier soll ein Erdhaufen aufgeschüttet werden, um einen nahtlosen Übergang zwischen Garten und Dachbegrünung zu erreichen.











Hier nochmal das Ganze von Innen wo man auch nochmal die Abstützung der Klinker um die Türe sieht...


















Die runden Kippenster wurden ganz ähnlich der Türe eingepasst und so stand nach 5 Wochen Bauzeit die Hobbit-Hütte fast fertig im Garten.

Fehlte nur noch das Gründach und ein paar Verzierungen.

Um die allzu neu wirkenden Balken zu verdecken wurden alte Scheunenbalken halbiert und vor die tragenden Balken genagelt.

Und auch links der Hütte wurde eine kleine abfallende Mauer aus Planzkübeln errichtet um den Erdhaufen vor dem Abrutschen zu bewahren und ein paar Blumen ein zu Hause zu bieten.

Natürlich mussten die Wände noch innen und aussen verputzt und gestrichen werden, was sich an der Rückseite als schwieriger erwies als gedacht, da nur ein halber Meter Platz zwischen Hecke und Hobbit-Hütte gelassen wurde











Das Gründach selber wurde fast standardmäßig aufgebaut, nur dass statt des Granulats, welches für die üblichen Gründachpflanzen genommen wird, normale Erde draufgeschüttet wurde.

Auf die Dachpappe kam also zunächst eine Bitumenbahn, gefolgt von einer Fliesschicht, Dränage-Noppenfolie, nochmal Vlies und dann 10 cm Erde. Im zweiten Jahr mussten wir allerdings nochmal nachfüllen da die Erde sich gesetzt hatte.

Zuguterletzt wurde einfach normaler Rasen gesät. Fertig.











Später folgte dann noch der Aussengrill und Innen wurde das Kaninchenabteil als Hühnerstall umgestaltet.

An dieser Stelle möchte ich mich ganz doll bei meinem Schwiegervater für seine großartige Hilfe bedanken, ohne den es viiiel länger gedauert hätte und ich so manche 3. Hand vermisst hätte, ohne die es manchmal einfach nicht geht.

Auch möchte ich hier meinen Eltern für ihre Hilfe in fast jeder erdenklichen Form danken, ohne die so manches Projekt nicht zu realisieren gewesen wäre!


Achja, damit auch unsere Tiere etwas hobbitmäßiges bekommen sollte, habe ich ein Mdell in Kaninchengröße gebaut :-D