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Auch ins kleinste Auenland passt eine Hobbithöhle...

 

...vom eigenen kleinen Hobbitdorf

Welcher Hobbit- oder Herr der Ringe-Fan hat nicht schon mal davon geträumt in einer eigenen Hobbithöhle oder Elbenhaus zu wohnen? Wir haben versucht so gut es die Umstände und Finanzen erlauben unser Haus und Garten entsprechend umzugestalten oder neu zu bauen (Gartenhütte).

Eine ganz andere Dimension ist jedoch mein Traum von einem ganzen Hobbitdorf. Nichts würde ich mir lieber wünschen als wenn nach getaner Arbeit nach Hause zu kommen und rund um mich herum wäre sozusagen das Auenland mit vielen schönen Hobbithöhlen und Häusern, einem Dorfplatz wo sich die Eltern mit ihren Kindern zu einem Plausch verabreden oder dem "Grünen Drachen" wo man sich abends mal zu einem Bier treffen. Dazu natürlich ein großer Festplatz mit einem schönen, großen Baum, wo man zu jeder Gelegenheit alle erdenklichen Feiern celebriert, wie man es von Bilbos Geburtstag kennt.

Seit Jahren schon verfolgt mich dieser romatische Gedanke und ich habe bereits ernsthafte Überlegungen angestellt wo man sowas realisieren könnte und was sowas wohl kosten würde.

Das Ganze sollte natürlich relativ abgeschieden sein, weg von Autobahnen, Smog-geruch und Lichtverschmutzung (was in Deutschlanfd gar nicht so einfach zu finden ist). Andererseits sollte es für die Leute auch nicht zu weit weg sein von ihren potentiellen Arbeitsplätzen. Also wäre eine mittelgroße Stadt in 10-20 km Entfernung trotzdem nicht schlecht.

Da es also landschaftlich sehr idyllisch und dennoch gut erreichbar sein sollte, war meine Überlegung das Dorf irgendwo entlang des ehemaligen innerdeutschen-Grenzstreifens anzusiedeln. Dort gibt es noch sehr viel unberührte Natur und dennoch ist die Nähe zu mittelgroßen Städten an vielen Stellen gegeben.

Eine entsprechende Stelle zu finden bedarf vielleicht etwas Zeit, aber letztendich gäbe es sicher irgendwo einen Landkreis wo sich die Verantwortlichen Behörden von der Idee begeistern lassen würden.

Die größte Herausforderung wäre aber sicher die nötigen finanziellen Mittel für ein solche Bauprojekt aufzutreiben.

Ich habe dabei an ca. 30+ privaten Wohnhäusern/Höhlen und 10 nicht-Privaten Häusern gedacht in denen z.b. das Dorfgemeindehaus, ein Bio-Hofladen, Tante Emma-Laden, die Kinderbetreuungsstätte, ein Fleischer, Schreinerei, Schmiede und 2 Gasthäuser untergebracht wären.

Für 100 ha Land, 30+ Hobbtithäuser + 10 Geschäfts- und Verwaltungsgebäude inkl. Infrastruktur hatte ich vor ein paar Jahren mal grob 50 Mio € kalkuliert.

Mag sein dass die Preise für Land und Handwerker inzwischen, dank Niedrigzinsphase, etwas angezogen haben, aber dennoch sollte sowas sehr viel günstiger zu realisieren sein als z.b. die neue Elbphilharmonie in Hamburg, Stuttgart 21 oder gar dem neuen Berliner Flughafen...

Ich würde auch darauf wetten, dass es viele Handwerker und Dienstleister gibt die von dem Thema derart begeistert sind, dass sie keine überzogenen Preise ansetzen, wie man sie sonst von öffentlichen Bauprojekten oder Firmenbauten kennt, wo Geld offenbar keine Rolle zu spielen scheint. Bzw. manchmal hat man den Eindruck manche Firma verdoppelt mal gleich den Betrag im Angebot, sobald es sich nicht um ein privates Vorhaben handelt...

Was ich damit sagen will ist, dass für so ein privates, bzw. mit Spendengeldern gefördertes Projekt, es keinen Platz für überteuerte Handwerks- und Dienstleistungsangebote gäbe. Hier wäre sehr viel Idealismus und Herzblut erforderlich.

Was mich wiederum auf den Punkt der Finanzierung bringt. Ich hatte schon über Crowdfunding nachgedacht und auch lange nicht ernsthaft in Erwägung gezogen, aber mittlerweile habe ich mich etwas informiert und auch Kontakte zu anderen Hobbitdorf-begeisterten in ganz Europa hergestellt. Allerdings bedarf es hier noch einiger Planung und Absprachen untereinander, um unsere Kräfte zu bündeln und Synergien zu finden. Ich hoffe aber noch dieses Jahr ein Crowdfundingprojekt auf Ecocrowd oder leetchi starten zu können. Haltet euch also bereit ;-)

Die Häuser samt Grundstücke sollten jedenfalls im Besitz des "Fördervereins" (oder was auch immer man für dieses Projekt gründet) bleiben, um Schindluder mit dem Verkauf oder Umgestaltung der "Dorfidylle" zu vermeiden.

Nennt mich verrückt, naiv oder einen Träumer (wahrscheinlich bin ich von allem ein bisschen), aber vor allem bin ich entschlossen (fast) alles erdenkliche zu tun um meinen Traum irgendwie, irgendwann einmal umzusetzen. Und wenn es nicht klappt, kann ich mir irgendwann im hohen Alter im Spiegel in die Augen schauen und sagen: Du hast es wenigstens versucht.


Update März 2019:

Inzwischen hat sich einiges an der Hobbitdorf-Front getan. Ich habe einige Mitstreiter gefunden die offenbar den gleichen Traum verfolgen wie ich. Erstaunlicherweise habe ich diese nicht in der Nähe, sondern im Ausland gefunden. Unser Projektteam besteht derzeit aus Liesbeth (Belgien), Michael (UK), Joe (USA) und mir.

Wir hatten mittlerweile diverse Videokonferenzen um unsere Pläne abzugleichen, Aufgaben zu verteilen und unser weiteres Vorgehen zu besprechen. Vor 3 Wochen hatten wir dann auch Liesbeth aus Belgien hier zu Besuch, um uns mal persönlich kennen zu lernen und vor Ort über unsere Pläne zu sperchen. Dabei hatten wir auch gleich zwei Videokonferenzen mit 2 potentiellen Unterstützern und Gleichgesinnten. zum einen mit Bryce und seiner Frau aus Neuseeland, die im Netz unter "Living big in a tiny house" bekannt sind, als auch mit Robert Rogalski aus USA, der das ein oder andere erstaunliche Kunstwerk (fantastische Baumskulpturen) erschaffen hat. Ihr könnt ja mal googeln ;-)

Wir sind nun kurz davor ein Crowdfunding-projekt zu starten um zumindest die erste Phase (passenden Ort in Deutschland finden, Abklärung der behördlichen Hürden + Bauprojektleiter engagieren) starten zu können.

Ein erster  grober Finanzplan steht, das Projekt wurde in 3 Phasen unterteilt und ein erster "Ortsplan" mit den gewünschten Bauten wurde ausgearbeitet.

Die erste Phase dient wie gesagt dazu erst einmal abzuklären welche behördlichen Hürden gilt es zu überwinden, sollten wir ein passendes Grundstück in der Größenordnung von ca. 100 Hektar finden. (Flächennutzungsplanänderung, Bauanträge: Voraussetzungen, Kosten, Dauer, etc.).  Desweiteren wollen wir in der ersten Phase einen pssenden Ort in Deutschland finden. Ich weiss ehrlich gesagt noch nicht wie und wo wir ein zusammnhängendes 100 Hektar großes Sück Land finden auf dem wir später die Sielung bauen könnten, aber vielleicht können uns auch hier die Behörden einen Hinweis geben.

Zuguterletzt brauchen wir einen erfahrenen Bauherren (Firma?) die mit dem Bau ganzer Siedlungen vertraut sind.

Da das Ganze über Crowdfunding finanziert werden soll, können wir nur gemäßigte Ansprüche an die Finanzierungssumme stellen, also etwas 50-60.000 €.

Nach der ersten Phase folgt die 2. Phase, in der wir auf dem dann hoffentlich gefundenem Grund, ein erstes Musterhaus bauen können, an dem wir all die Techniken zum ökologischen Bauen eines Hobbithauses ausprobieren und testen können.

Diese Phase könnte durch Investoren finanziert werden, die sich bis dahin bereit erklärt haben einen Groteil der Kosten zu übernehmen. Hier sprechen wir von ca. 500-600.000 €.

Die 3. Phase ist nicht unbedingt am wenigsten ausgearbeitet, da wir alle schon konkrete Vorstellungen davon haben wie es in der Siedlung aussehen soll. Wir schätzen, dass wir mit ca. 50-60 Mio € dann die ganze Siedlung (ca.40 Wohnhäuser + 10 "Geschäfts"-Häuser, Infrastruktur) bauen könnten, natürlich immer vorausgesetzt wir können die bürokratischen Hürden meistern und das nötige Kleingeld auftreiben...

Als nächstes steht wie gesagt das Cowdfunding-projekt an, von dem ich hier ausführlich berichten werde, sobald es losgeht. ;-)